Lärmschutzwände (EI05)

Kurzzeichen EI05
Bezeichnung Lärmschutzwände
Art Arbeitsausschuss Schiene
Tätigkeitsbericht

Beschreibung des Aufgabengebietes:

Zweck dieses Ausschusses ist es Richtlinien für den Entwurf, die statisch-dynamische Bemessung, sowie Grundlagen für erhaltungsfreundliche Lärmschutzwände zu erarbeiten. Es werden die besonderen Gegebenheiten des Eisenbahnbetriebes sowie die Änderungen der einschlägigen europäischen Gesetze und Normen stets berücksichtigt. Die existierenden Regelplanungen (DB 740 Teil 6.1-6.3; 2012) wurde überarbeitet und für die Bereiche von Dämmen und Kunstbauten (Brücken, Stützmauern etc.). in geeigneter Form in der RVE 04.01.01 dargestellt. Die Beurteilung der Kriterien für die geplante Lebensdauer von Lärmschutzelementen (20-30Jahre) ist nur über ein nationales Zulassungsverfahren wirtschaftlich und sinnvoll abzuwickeln. Daher wurde ein Zulassungsbeirat einberufen, der die entsprechende Sachkenntnis durch Sachverständige einbringen kann und ein spezielles Arbeitspapier für die Zulassung der Bauelemente von Lärmschutzwänden für die Bahn entworfen.

 

Arbeitsschwerpunkte des vergangenen Jahres

Im Jahr 2019 wurde der Zulassungsbeirat, bestehend aus den Herrn Johannes Brunner (BMViT), Jürgen Stern (ÖBB INFRA), Friedrich Felber (SV Stahlbau), Johannes Horvath (SV Beton) und Michael Reiterer (SV Baudynamik) unter der Leitung von Hannes KARI (ÖBB INFRA) fortgeführt und durch Prof. Jürgen Feix (UNI Innsbruck) erweitert.

Auf Grund der Tatsache, dass die ETAG Zulassungen für Gewindebolzen (Anker, Dübel), die für die Befestigung der Lärmschutzsteher in Betonteilen (z.B. Randbalken auf Brücken) in Verwendung sind, nicht für die dynamische Belastungen spezifiziert wurden und auch eine diesbezügliche Spezifikation und zugehörige Prüfungsprozeduren nach der DaSt 024 (Verfahrensprüfung zur Bestimmung von Anziehparametern für vorgespannte Verbindungen) erforderlich sind, hat sich der Zulassungsbeirat entschlossen, diese Spezifikationen zu den Materialangaben, der Vorspannung etc.. erarbeiten. Die Zulassung der Tore in Lärmschutzwänden musste auf Grund von aktuellen Erkenntnissen modifiziert werden, um eine geeignete Zulassung aussprechen zu können.

 

Ausblick auf zukünftige Vorhaben

Der Aufwand für die Zulassungsanträge bezüglich der Befestigungselemente im Beton (Gewindebolzen) sollte auf Grund der geschaffenen Möglichkeit einer „Herstellererklärung“, sich eher in Grenzen halten. Die Umstände, dass der Abschluss der Überarbeitung der ÖBB Regelplanung für Lärmschutzwände auf Brücken und Objekte nun mit Mai 2019 fixiert und für die Gründungselemente ist 2018 eine neue Bemessungsnorm (EN 1997) in Kraft getreten ist und die Prüfung der akustischen Eigenschaften auch mit einbezogen werden sollen , ist eine Überarbeitung der RVE 04 01 01 nun als dringlich anzusehen und wird somit zum Hauptfokus der Arbeit für das Jahr 2020.

Leitung
  • Kari Hannes, Dipl.-Ing. Dr.